Wann ist eine Schneidematte selbstheilend?

Anders als die Bezeichnung “selbstheilend” vermuten lässt, verschweißt sich die obere Schicht der Schneidematte nach einem Schnitt nicht wieder. Tatsächlich dringt beim Schneiden die Klinge in die weiche Oberschicht der Matte ein und verdrängt sie. Beim Herausziehen der Klinge, schiebt sich das sehr elastische Material wieder zurück. Mit dem bloßen Auge erweckt sich beim Schneiden der Eindruck, dass das Oberflächenmaterial auseinander geschnitten wird und sich beide Seiten nach dem Schnitt wieder verbinden.

Begrenzt selbstheilend

Die Selbstheilung hat natürlich auch ihre Grenzen. Mit einem Rollschneider und angemessenem Aufdrücken funktioniert die spurlose Heilung noch sehr gut. Wird beim Schneiden der Rollschneider jedoch zu stark aufgedrückt, bekommt auch eine Schneidematte bleibende Schäden. Die Schnitte sind dann von Dauer und schließen sich nicht mehr. Arbeiten Sie oft mit dem Rollschneider, achten Sie bitte darauf, dass Sie immer eine möglichst scharfe Klinge verwenden. Mit einer scharfen Klinge benötigen Sie nur wenig Druck beim Schneiden. Ist die Klinge dagegen schon recht stumpf und schneidet den Stoff nur mit höheren Kraftaufwand, können regelrechte Rillen in der Schneidematte entstehen. Ähnlich sieht es bei der Verwendung eines Skalpells aus. Wird nur dünnes Material wie zum Beispiel Papier, Fotos oder dünner Stoff mit geringen Kraftaufwand geschnitten, schließen sich die Schnitte noch vollständig. Wird jedoch dickeres Material geschnitten oder das Skalpell zu stark aufgedrückt, erhält die Schneideunterlage bleibende Einschnitte. Gelegentliche Einschnitte sind beim Arbeiten auf Dauer aber kaum zu vermeiden. Im begrenztem Umfang schaden sie der Benutzbarkeit der Schneidematte jedoch nicht.

Mittlerweile wird fast jede Schneidematte selbstheilend angebotenen. Was allerdings zum Teil daran liegt, dass diese Eigenschaft nicht klar definiert ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.